Tier & Naturschutz Melle e.V.

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Zeit der Jungigel
Montag, den 07. November 2011 um 00:00 Uhr

 

Zur Zeit rufen viele Menschen an, die ein Igelnest  mit Jungtieren
 finden. Sie liegen unter Sträuchern oder Hohlräumen unter Holzställen.
In Deutschland werden rund 80 % aller Igel in den Monaten
August und September geboren.
Nach einer Tragzeit von 35 Tagen kommen durchschnittlich vier
Junge zur Welt. Bei der Geburt der 12 bis 25 Gramm schweren
Igelbabys sind Augen und Ohren geschlossen, sie haben aber schon
etwa 100 Stacheln. Im Alter von 14 Tagen beginnen sich Augen und
Ohren zu öffnen, nach drei Wochen stoßen die Zähnchen durch. Die
Igelin säugt die Kleinen 42 Tage lang, und zwar tagsüber, denn nachts
geht sie auf Nahrungssuche. Im Alter von 25 Tagen verlassen die Jungen
erstmals das Nest und unternehmen kleinere Ausflüge, bei denen sie
damit beginnen, auch feste Nahrung aufzunehmen. Weder begleitet
sie die Mutter auf der Futtersuche, noch zeigt sie ihnen, wie sie welche
Nahrung erbeuten können. Mit sechs Wochen sind die Jungtiere
selbständig und zerstreuen sich allmählich. Die Männchen haben mit der
Aufzucht der Jungen nichts zu tun.
Die Aufzucht von verwaisten Igelsäuglingen ist Laien ohne
Anleitung nicht möglich!
Der Kernpunkt bei der Aufzucht verwaister Säugetiere ist die richtige
Ernährung. Bei der Wahl einer Ersatz-Muttermilch sollte man sich an
der Zusammensetzung der natürlichen Muttermilch orientieren.
Kuhmilch (auch verdünnt) und alle Menschenbabynahrung (auch Heilnahrung)
sind für Igelbabys völlig ungeeignet
Welche Findlinge sind verwaiste Igelsäuglinge?
 
Mutterlose Igel, bis zum Alter von etwa 14 Tagen, noch blinde und taube
Säuglinge. Bis zum Alter von 6 Wochen werden die Kleinen von der Igelin
gesäugt, sind also unselbstständige Babys, die ohne Mutter hilflos sind.
Diese Igelchen müssen richtig aufgezogen werden, um zu überleben.
Welche Igel brauchen Hilfe?
Hilfsbedürftig sind:
Verletzte Igel:

Oft deuten schon Fundort und -umstände (Straße, Bauarbeiten) auf
Verletzungen hin. Tiere, die vermutlich tagelang in Gruben, Lichtschächten
o.ä. ohne Wasser und Futter gefangen waren, brauchen ebenfalls Hilfe.
 
Kranke Igel:
Man erkennt sie meist daran, dass sie tagsüber Futter suchen,
herumlaufen, -torkeln oder -liegen. Auf kranken Igeln (wie auch auf
Säuglingen und Verletzten) sitzen in der warmen Jahreszeit häufig
Schmeissfliegen, die ihre Eier ablegen.
Kranke Igel sind apathisch, rollen sich kaum ein, sind oft mager.
(Einbuchtung hinter dem Kopf, herausstehende Hüftknochen)
 Ihre Augen stehen nicht halbkugelig hervor, sie sind eingefallen, schlitzförmig.
Verwaiste Igelsäuglinge:
Igeljunge, die sich tagsüber ausserhalb ihres Nestes befinden,
noch geschlossene Augen und Ohren haben und sich womöglich
kühl anfühlen, sind mutterlos und benötigen dringend Hilfe.
Igel, die nach Wintereinbruch, d.h. bei Dauerfrost und/oder Schnee
herumlaufen:
Auch solche Igel findet man hauptsächlich bei Tag. Es kann sich um
kranke oder schwache Alttiere handeln; öfter sind es Jungtiere, die
spät geboren, evtl. auch krank sind und/oder sich wegen des geringen
Nahrungsangebots im Spätherbst kein für den Winterschlaf
ausreichendes Fettpolster anfressen konnten.
Zufütterung in nahrungsarmen Zeiten
Durch die rechtzeitige Einrichtung einer Futterstelle in den
nahrungsarmen Jahreszeiten erübrigt es sich oft, untergewichtige
Igel in menschliche Obhut zu nehmen. Für den Futterteller eignen
sich z.B. Katzendosenfutter, mit Igeltrockenfutter oder Haferflocken
vermischt und /oder ungewürztes Rührei.
Um das Futter vor Vögeln, aber auch vor Regen zu schützen, stellt man
es abends z.B. in ein mit mindestens zwei 10 x 10 cm kleinen
Einschlupflöchern versehenes Kistchen.
 
Eine verlassene Katze, eine unglaubliche Vermittlung - und der "Tag der offenen Tür"
Sonntag, den 25. September 2016 um 10:24 Uhr

Unser jährliches Hauptevent, unser „Tag der offenen Tür“, eine Herauforderung in Planung und Verwirklichung aber eben auch einer der wichtigsten Tage, an denen wir mit Menschen ins Gespräch kommen wollen und nicht zu verachten, eine sehr wichtige Einnahmequelle für unseren kleinen Verein.

Dieses Jahr fiel der große Tag auf den 28. August 2016.

 

Vorbereitungen

Man arbeitet auf Hochtouren und dies tun wir gerne. Manchmal quält man sich etwas zu den Extraaufgaben, gerade in diesem Jahr in der großen Hitze aber wenn man erst einmal in der Truppe arbeitet, wir gemeinsam lachen macht es einfach Spaß.

So einen lustigen aber anstrengenden Nachmittag hatten wir am 27. August also hinter uns. Stundenlang hatte eine Gruppe Fleißiger unsere Tombola vorbereitet, Preise etikettiert und einsortiert sowie Listen geschrieben.

 

Der Hilferuf

Um etwa 19 Uhr klingelte dann das Bereitschaftstelefon. Ein Anrufer teilte mit, dass in einer Meller Wohnung seit 14 Tagen eine Katze eingesperrt sei und allerhöchstens ein Mal in diesen 14 Tagen versorgt worden war.

Die Halterin sei 3 Wochen im Auslandsurlaub und ihr Exfreund hätte sich um das Tier kümmern sollen, wäre aber auch seit zwei Wochen weg und nun seit Tagen telefonisch nicht mehr erreichbar.

Unserer Aktiven fiel fast das Handy aus der Hand. Was es für ein Tier bedeuten kann, bei täglichen Temperaturen um 30 Grad über viele Tage unversorgt in einer Wohnung zu sein, können sich alle Leser denken.

 

Die Rettung

Wir setzten direkt alle Hebel in Bewegung, Vermieter sowie die Polizei wurden noch am Samstagabend aktiviert. Leider war kein Zweitschlüssel für die Wohnung vorhanden. Über Stunden zogen sich die Rettungsversuche im heißen Treppenhaus hin.

Glücklicherweise gelang es einem hinzugerufenen jungen Mann dann über ein Fenster in die Wohnung im 1. Stock zu gelangen und die völlig verstörte Katze einzufangen.

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Gegen 23 Uhr konnten wir die Katze mit in unsere Katzenstation nehmen. Sie lebte. Katzen können aber auch noch später, wenn Hungerphasen hinter ihnen liegen, noch enorme Leberprobleme bekommen. Wir hoffen, das Beste für die Tigerkatze, die eine Woche später von ihrer Halterin überglücklich abgeholt wurde. Das Ganze hätte sehr böse ausgehen können.

 

Janniks Wunder

Vom herzkranken Katerchen Jannik haben wir schon geschrieben und am „Tag der offen Tür“ haben wir unglaublich viel von ihm erzählt.

Wir erzählten wie verwahrlost Jannik zu uns kam und wie sich herausstellte, dass er einen schweren Herzfehler hat und damit seine Lebenserwartung stark herabgesetzt ist

Freundlich zu jedem schlummerte Jannik im Schatten und irgendwie bahnte sich da etwas zwischen ihm und zwei Menschen an. Immer wieder fragten die beiden etwas zu Jannik.

Am Nachmittag stand das Unglaubliche fest: Jannik wird umziehen. Der liebe Schatz mit dem fiesen Herzfehler wird ein eigenes Zuhause bekommen.

Wie ein Lauffeuer verbreitete sich diese Nachricht unter unseren Aktiven und jeder freute sich so sehr über diese unglaubliche Info.

 

Neues Leben, neuer Name

Jannik heißt nun Elmo und macht sein neues Zuhause jeden Tag mehr zu seinem Zuhause. Danke, dass es immer wieder besondere Menschen gibt, die das Tier sehen und das Glück sehen egal wie lange oder kurz es sein könnte.

Der größte und wunderbarste Erfolg unseres diesjährigen Tages der offenen Tür ist wohl diese total unerwartete, schöne Vermittlung.

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Elmo im neuen Zuhause

 

Das Fest

Unser „Tag der offenen Tür“ war richtig, richtig toll. Nach dem Katastrophenwetter im letzten Jahr waren wir dieses Jahr schon fast dankbar, dass es nur heiß war. Wir hatten so viele tolle Besucher, so gute Gespräche, dass sich all die Arbeit und Mühen so sehr gelohnt haben.

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Wir danken allen die mit angepackt haben, allen die unser Fest mit ihrem Besuch an diesem Tag bereichert haben, allen die mit einer Gabe unterstützt haben! Es war ein toller Tag mit Euch!

 

 
28.08.16 - Unser "Tag der offenen Tür"
Mittwoch, den 07. September 2016 um 21:54 Uhr

Das war ein schöner Tag, mit einer tollen Stimmung trotz des heißen Wetters!

Wir danken allen Besuchern und Mitwirkenden!

Hier schon einmal ein paar Impressionen:

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